Regenerative Energiequellen
Man nennt nachwachsende Energien auch regenerative Energiequellen. Sie gewinnen angesichts schrumpfender Rohstoffvorkommen von Öl oder auch natürlichem Erdgas immer mehr an Bedeutung. Durch die richtige Nutzung kann die Versorgung der Menschen mit Energie auch weiterhin sicher gestellt werden und darüber hinaus wird die Umwelt geschont. Weltweit wird heutzutage etwa ein Fünftel des benötigten Stroms durch regenerative Energiequellen erzeugt. Die wichtigsten regenerativen Energiequellen sollen im Folgenden in einem kurzen Überblick dargestellt werden.
Wind, Wasser und Sonne
Eine der ältesten regenerativen Energiequellen ist die Wasserkraft. Mit Hilfe von Wasserrädern wurde bereits im China des 3. Jahrtausend vor Christus das Wasser gestaut und auch die Römer nutzten diese Technik, um Getreide zu mahlen. Auch Hammerschmieden, Gewürzstampfer oder Waldarbeiter nutzten diese Energie späterhin. Inzwischen dient die Wasserkraft vornehmlich zur Stromerzeugung. Die Windenergie ist immer weiter auf dem Vormarsch in Form von Windenergieanlagen, die die Bewegungsenergie der Rotoren nutzt. Somit können zum Beispiel Generatoren oder auch Pumpen angetrieben werden. Bereits nach kurzer Einsatzzeit amortisieren sich diese Anlagen. An der Küste, wo der Wind stärker ist, ist dies schon nach drei bis vier Monaten der Fall. Im Binnenland dauert es zirka sechs bis sieben Monate, bis eine solche Anlage so viel Energie eingebracht hat, wie für ihre Herstellung benötigt wurde. Als regenerative Energiequelle hat sich die Windkraft einen wichtigen Platz erobert. Zudem ist sie sehr umweltfreundlich. Auch der Solarstrom gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Durch Solarenergie kann man Strom und auch Wärme gewinnen. Man benutzt dazu Solarmodule, die die Sonneneinstrahlung in Energie umwandeln. Dieses Verfahren nennt man Photovoltaik. Es wird Gleichstrom erzeugt, der beispielsweise Batterien oder Akkumulatoren mit Strom auflädt. Wird die Solarenergie in Wärme umgewandelt, so spricht man von Solarthermie. In Deutschland wird die Solarwärme verwendet, um Brauchwasser zu erwärmen oder die Raumheizung zu unterstützen.
Geothermie, Erd- und Biogas und Holz
Auch Geothermie gehört zu den regenerativen Energiequellen. Das Erinnere ist ausgesprochen heiß, wie man beispielsweise an Vulkanen sehen kann. Diese Wärme macht sich die Geothermie, die von der Sonneneinstrahlung unabhängig ist, zu Nutzen. Sie kann zum Heizen genutzt werden und zur Erzeugung von Strom. Inwieweit die Erdwärme nutzbar ist, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Man unterscheidet die hydrothermale Geothermie und das Hot-Dry-Verfahren. Auf natürliche Weise entsteht Erdgas. Biogas hingegen besteht auch aus Methan, aber es wird aus den Abfallstoffen landwirtschaftlicher Betriebe gewonnen. Da das Methangas die Atmosphäre belastet, ist die Energiegewinnung daraus eine sehr nachhaltige und effektive Möglichkeit, das Erdklima zu schützen. In einer Biogasanlage können darüber hinaus auch Abfallstoffe aus der Lebensmittel produzierenden Industrie oder auch Brauereiabfälle verwendet werden. Auch in Blockheizkraftwerken wird Biogas zur Energiegewinnung verbrannt, um Wärme zu nutzen oder elektrischen Strom zu erzeugen oder eine Mischung aus beidem. Eine weitere regenerative Energiequelle ist Holz. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und kann zur Verbrennung genutzt werden. Entweder als Stückholz, als Pellets oder auch als Hackschnitzel. Pellets sind aus Abfallholz gepresste kleine Briketts, die in hochmodernen Heizungssystemen eingesetzt werden können. Hackschnitzel werden aus Abfallstoffen aus der Holzbe- und -verarbeitung kommen. Die Nutzung regenerativer Energiequellen ist eine sehr gute Alternative zu den konventionellen Energiegewinnungsmethoden und wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.
Image: Thaut Images – Fotolia
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